Unsere Triebfedern und Grundsätze

Als alles begann, wollten wir eigentlich nur unsere Zeit etwas sinnvoller nutzen, als sie in irgendeinem Computerspiel zu verbringen, auf dessen Entwicklung und Rahmenbedingungen wir selbst keinen Einfluss hatten. Auch wenn das besagte Spiel eine lange Zeit Spaß gemacht hat, war es ehrlich gesagt nie das Spiel selbst, sondern eine großartige Community, die uns immer wieder vor den Bildschirm zog. Es ging darum, mit tollen, kreativen und anspruchsvollen Menschen gemeinsam etwas aufzubauen – wenn auch nur in einer kleinen, fiktiven Welt. Es war uns stets ein großes Vergnügen, allabendlich dutzenden, manchmal sogar hunderten Menschen ein paar unterhaltsame und schöne Stunden zu schenken. Zu sehen, wie gut die dafür investierten Bemühungen angenommen wurden, war uns dabei immer Lohn genug.

Doch es kam, wie es immer kommt. Leider. Jeder kennt es, irgendwann ist die Luft raus. Man hat alles gemacht, alles entdeckt und alles gesagt. Das Mitwirken oder Konsumieren besteht dann zum größten Teil aus… Warten. Das Warten auf neue Spielinhalte, ein neues Buch oder die nächste Staffel der Lieblingsserie. Genau damit wollen wir uns nicht mehr abfinden. Schon klar, gut Ding will Weile haben, vor allem wenn Unstimmigkeiten vermieden werden sollen. Aber warum kann man eine gute Geschichte oder gar einen neuen Kosmos nicht mit mehreren Köpfen entwickeln? Weil zu viele Köche den Brei verderben? Wir glauben fest daran, dass dem nicht so ist und sind bereit, die Probe zu machen. Es gibt es massenhaft zu tun, wenn man nicht nur eine Handvoll neuer Inhalte pro Jahr präsentieren will, ambitionierte Ziele hat und dennoch die Qualität nicht darunter leiden soll. Das schafft man nicht allein.

Man liest vielleicht schon heraus, dass wir selbst unsere Zielgruppe dieser Unternehmung sind. Wir gehören zu den Menschen, die mehr wollen, mehr erwarten, aber auch bereit sind, mehr zu geben. Und wir sind uns sicher, viele Gleichgesinnte in der Welt zu haben und (hoffentlich) zu finden. Geistesverwandte, die ähnlich denken und empfinden, ähnliche Wünsche hegen und ähnliche Grundsätze teilen. Doch was genau meint das? Lasst uns etwas konkreter werden, ganz offen und ehrlich.

Offen und ehrlich sein ist nämlich einer der wichtigsten Grundsätze für uns. Er leuchtet uns seit Beginn den Weg. Wir mögen einfach kein Herumdrucksen, kein Phrasendreschen und keine leeren Worte. Allen, denen es ähnlich geht, werden sich hier gut aufgehoben fühlen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man mit Ehrlichkeit so viel weiter kommt. Das schließt aber natürlich keineswegs Freundlichkeit, Sensibilität oder Höflichkeit beim Miteinander aus.

„Miteinander“ ist das nächste wichtige Schlagwort bei Beyond Worlds. Es gibt so viele kluge, kreative und tolle Persönlichkeiten auf unserem schönen Planeten. Doch leider scheint mangelnder Respekt heutzutage aus einem Miteinander oftmals eher ein Gegeneinander zu machen. Das ist nicht nur schade, sondern unnötig. Viele Chancen werden dadurch vertan, Türen bleiben geschlossen und Möglichkeiten ungenutzt. Auch hier wollen wir ein komplett anderes Miteinander pflegen. Wohlgemerkt ein „anderes Miteinander“, kein „neues Miteinander“. Neu ist an unserer Vorstellung davon nämlich eigentlich nichts, schließlich pflegten die Menschen vor geraumer Zeit schon mal einen deutlich rücksichtsvolleren Umgang miteinander. Doch heute, in einer immer anonymer werdenden Welt, verblassen Werte wie Respekt und Rücksicht mehr und mehr. Daher ist es uns ein wichtiges Anliegen, in gewisser Weise auch mal gegen den Strom zu schwimmen und wir sind uns sicher, dass es genug Menschen gibt, die diesen Anspruch teilen.

„Anspruch“ ist eines der letzten Schlüsselwörter. Wir haben hohe Ansprüche, was unsere Arbeit angeht, sowohl bei Qualität als auch Quantität. Das macht es ehrlich gesagt nicht immer einfach. Kritik üben ist leicht, sie aber stets so umzusetzen, dass wir unseren eigenen Ansprüchen genügen, nicht. Daher liegt uns auch das Thema Transparenz besonders am Herzen. Warum sollten wir nicht große Teile des Entstehungsprozesses teilen? Das ist sicher nicht nur interessant, sondern ermöglich euch, deutlich differenzierte Kritik zu formulieren, was uns wiederum hilft. Schließlich könnt ihr die Entscheidungswege dann nachvollziehen und seht nicht nur das fertige Resultat. Außerdem: Wenn sich Menschen für Dystopia interessieren, besagte Tugenden bei sich selbst ausmachen und vielleicht sogar eine Leidenschaft dafür entwickeln, warum sollten wir dann das Ganze komplett im Dunklen ausarbeiten? Überraschung und Teilhabe schließen sich ja nicht zwingen aus. Natürlich verstehen wir aber, dass sich viele Firmen nicht gern in die Karten schauen lassen und auch triftige Gründe dafür haben. Dennoch denken wir, dass man nur mit allen bisher genannten Grundsätzen das Wichtigste, was uns eint, erreichen kann. Der Wunsch von Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit ist sozusagen das Fundament, auf dem alles hier basiert. Langfristig miteinander statt gegeneinander zu arbeiten. Keine kurzfristigen Entscheidungen treffen, nur weil es schnellen Erfolg verspricht. Respektvollen, ehrlichen und transparenten Umgang wahren, sei es untereinander, mit der Community oder allen anderen, die sich für Dystopia interessieren. Nur das schafft langjährige, stabile und vertrauensvolle Beziehungen, die für die Umsetzung eines solch großen und besonderen Projektes unbedingt notwendig sind.

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